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Der Jahreszeiten-Blues – Was tun gegen die Winterdepression?

Der Jahreszeiten-Blues – Was tun gegen die Winterdepression?

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Es gibt kaum etwas Entmutigenderes, als wenn man morgens zum Geräusch des Regens aufwacht, der gegen die Fensterscheibe prasselt. Ein Blick nach draußen genügt. Alles ist grau und die Wolkendecke verheißt nichts Gutes für den restlichen Tag. Plötzlich ist es nicht nur draußen grau, sondern auch im eigenen Innern. Aufstehen? Ach nee, da bleibt man doch lieber im Bett!

Lichtmangel, Kälte und zu wenig Schlaf tragen ihren Teil in der dunklen Jahreszeit bei. Fast jeder fünfte Deutsche leidet an Winterdepressionen. Schneller als man denkt, rasselt man in den Blues rein und danach braucht man mindestens doppelt so viel Schwung, um wieder rauszukommen. Viele greifen dann zu Schokolade und Zucker. Die geben unserem Körper einen zusätzlichen Energieschub – leider aber auch zusätzlich Pfunde. Aber was tun, wenn die Dunkelheit überhand nimmt?

Raus!

Selbst wenn die Wolken gefühlte drei Zentimeter über deinem Kopf hängen, geh raus! Sogar dickster Nebel lässt noch Sonnenlicht durch, auch wenn es uns nicht so vorkommt. Eine halbe Stunde pro Tag an der frischen Luft empfehlen Experten. So wird die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin angekurbelt und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin gestoppt. Und klar macht allein durch den Nebel stapfen keinen Spaß. Deshalb schnapp dir deinen BFF und erzähl beim Laufen, was dir auf dem Herzen liegt. Oder tauscht euch einfach über die neuesten Modetrends aus. Alles, was Ablenkung vom grauen Alltag bietet, ist hilfreich.

Höre auf deinen Körper und mach, was dir gut tut! Du entspannst dich am besten bei einem heißen Bad mit einem Glas Wein und einem guten Buch? Super, mach ein Ritual daraus. Vorfreude spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn du dich schon während eines anstrengenden Arbeitstages darauf freuen kannst, hebt das die Stimmung deutlich. Es muss aber nicht unbedingt immer das Wannenbad sein, auch Waffeln backen mit der Nichte, gemeinsame Kochabende mit Freunden oder Pyjama-Sonntage tun der Seele gut.

Group Hug

Überhaupt ist Gemeinschaft mit anderen wichtig. Acht bis zehn bedeutsame Berührungen braucht der Mensch laut einer Studie der University of California täglich. Dazu zählen Umarmungen und Küsse genauso wie Massagen und das Anlehnen an eine Schulter. Im Winter haben wir oft die Tendenz, im gemütlichen Heim zu bleiben und versäumen dadurch Körperkontakt mit anderen, der grundlegend zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Also, wenn du nächstes Mal deine Freunde triffst – Group Hug!

„Auch der Kontakt mit Tieren wirkt hoch stabilisierend“, so Psychologin Dr. Sabine Schröder, die in ihrer Berliner Praxis oft depressive Patienten betreut. „Katze, Hund, Maus, Elefant – Tiere sind sehr gut für den Menschen.“ Sich um sie zu kümmern, lenkt außerdem von den eigenen Sorgen ab. Wenn die Wohnung zu klein für ein Haustier ist, dann schlägt Dr. Schröder einen Besuch im Streichelzoo vor. Nur Allergiker sollten damit vorsichtig sein.

Lichtblick

Was aber, wenn lange Arbeitstage mehr Zeit mit Freunden oder Zoobesuche unmöglich machen? Dann hilft eine halbe Stunde unter der Lichtdusche. Lichtduschen sind Geräte, die zwar nicht bräunen, dafür aber über unsere Augen direkt Signale ans Gehirn schicken. „Diese Lampen helfen tatsächlich hervorragend, sogar so sehr, dass Winterdepressionen gar nicht mehr auftreten“, erklärt Dr. Schröder. Allerdings müssen die Lichtgeräte eine Lux-Zahl (Einheit der Leuchtstärke) von mindestens 10.000 haben. Sie kosten zwischen 150 und 800 Euro. Bei schweren Winterdepressionen zahlt manchmal die Krankenkasse dafür.

Und wenn gar nichts mehr geht, trink Kaffee! Das schwarze Gold senkt den Melatonin-Spiegel und treibt den Glücksmacher Serotonin in die Höhe. Allerdings solltest du deinen Kaffeekonsum drosseln, wenn du merkst, dass du davon unruhig und gereizt wirst. Denn zu viel des Guten bewirkt ja bekanntlich das Gegenteil. Dann suche dir lieber jemanden zum Umarmen. Über eine herzliche Umarmung freuen sich schließlich die meisten Menschen!

Autorin: Sophie Maaß

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