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Detox – was ist dran am neuen Gesundheitsmythos?

Detox ist im Moment überall. Wo man auch hinklickt, sieht man Detox-Tees, Detox-Menus, Detox-Kuren oder Detox-Säfte. Der Trend zur Entschlackung setzt sich immer weiter durch. Doch was ist eigentlich dran am neuen Detoxtrend?

Detox

Detox bedeutet wörtlich „Entfernung giftiger Substanzen“ und ist damit nichts anderes als das neuhochdeutsche Wort für „Heilfasten“. Detox soll den Körper entschlacken. Die Chemikalien, die durch Luft, Wasser und Lebensmittel in unseren Körper gelangen, sollen abgebaut werden. So will man das Immunsystem stärken und neuen Schwung in den Körper bringen. Detox funktioniert genauso wie Heilfasten. Man beginnt mit einer Entleerung des Körpers, setzt dann auf leichte Kost oder Säfte bevor man wieder feste Nahrung zu sich nimmt.

Doch die Wissenschaft hält nichts von diesem Trend. Schlacke, so die Experten, gibt es nicht. Giftstoffe, die in den Körper gelangen, seien ganz normal. So kommen beispielsweise Schwermetalle über Straßenstaub oder Pestizidreste über die Schalen von Äpfeln und Weintrauben in den Körper. Allerdings ist unser Immunsystem auf derartige Störenfriede eingestellt und baut sie auf ganz natürlichem Wege ab.
„Sie fühlen sich müde, schlapp und abgespannt?“ Das sind Sätze, mit denen uns Detoxhersteller locken. Das Label „Detox“ prangt auf Tees, Shampoos, Duschgels und Nahrungsergänzungsmitteln. Es verspricht uns einen gesunden, reinen Körper, strahlend frische Haut und ein jugendliches Aussehen. Diese Versprechungen wurden jetzt von der gemeinnützigen Stiftung „Sense About Science“ getestet. Sie untersuchte 15 Detox-Produkte und kam zu dem Ergebnis, dass jedes einzelne „absolut wirkungslos“ sei. Eine ernüchternde Erkenntnis. Doch was kann man tun, wenn man seinem Körper etwas Gutes tun will und ihn beim täglichen Kampf gegen die Giftstoffe sinnvoll unterstützen möchte?

Anstatt Geld in überteuerte Detox-Produkte zu stecken, solle man lieber auf altbewährte Mittel setzen. So ist es zum Beispiel sehr wichtig, viel Wasser zu trinken, denn Wasser schwemmt die Giftstoffe in Nullkommanichts aus dem Körper.

Heute schon einen kleinen Spaziergang hingelegt? Nein? Dann nichts wie raus an die frische Luft. Sauerstoff und Bewegung regen die Verdauung an und helfen Giftstoffe abzubauen.

Bei der Ernährung sollte man darauf achten, nicht zu viel Übersäuerndes zu sich zu nehmen. Dazu gehört Fleisch, Käse, Weißmehl, Süßes, Alkohol, Nikotin und Kaffee. Setzt lieber auf frisches Obst und Gemüse, denn das enthält keine belastenden Zusätze wie Stabilisatoren oder Geschmacksverstärker.

Wer seinem Körper etwas Gutes tun will, der geht regelmäßig in die Sauna. Hitze öffnet die Poren und über den Schweiß werden die Giftstoffe ganz leicht aus dem Körper geschwemmt. Regelmäßige Massagen sind nicht nur superentspannend, sondern regen auch die Entgiftung an.

Im Winter gilt vor allem: Gut durchlüften. Die Giftstoffbelastung in geschlossenen Räumen ist oft vier Mal so groß wie draußen. Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass die Gifte schnell wieder aus den eigenen vier Wänden verschwinden.

Ein neues Kleidungsstück möchte man am allerliebsten sofort tragen. Doch man sollte die Giftstoffe, die in einem neuen Stück stecken, nicht unterschätzen. Deswegen die neue Klamotte immer zwei bis drei Mal vor dem ersten Tragen waschen.

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