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Fashion: Hinter den Kulissen einer Modestudentin

Wie einige von euch wissen, studiere ich seit Oktober 2011 an der AMD – Akademie für Mode und Design in München – und schön öfters habe ich Fragen bekommen, ob ich nicht mal aus dem Nähkästchen, im wahrsten Sinne des Wortes, plaudern könne, wie es an der Uni ist, was ich da mache etc.

Nun, in den ersten Semestern lernt man die Grundlagen des Nähens sowie das Erstellen von Schnitten, Konzepten, Ideen und Entwürfen. Man zeichnet, erstellt Kollagen, näht zuerst einen Rock, dann ein Oberteil, dann ein Kleid und später mehrere Teile aus der Damen- sowie Männermode.

Neben den ‘Mode’-Fächern wie Schnittkonstruktionen und Mode-Design habe ich auch Fächer wie “Computeranwendungen”, in denen ich lerne, wie man mit Photoshop, InDesign und Illustrator umgeht. Künstlerische Darstellungsformen, bei denen wir mit verschiedenen Zeichenmaterialien und Techniken unsere Fähigkeiten unter Beweis stellen und ausarbeiten. Textiltechnologie ist ein Fach, bei dem wir die Materialien, mit denen wir tagtäglich arbeiten, kennenlernen. Auch technisches Zeichnen, also unsere Entwürfe sauber am Computer erstellen, müssen wir beherrschen. In all diesen Fächern müssen wir natürlich auch Prüfungen, meistens praktische, ablegen – diese können von einem Materialbuch oder Mappen mit unseren Arbeiten, bis hin zu 10 technischen Zeichnungen hin sein. Jedes Fach und jeder Dozent ist da anders.

Natürlich bleibt bei so viel Näherei, Uni, Bloggen und anderen freien Projekten, fast keine Zeit – doch ich muss sagen, das gefällt mir! Ich habe selber gemerkt, wie sehr ich das Handwerkliche, das Arbeiten hinter der Nähmaschine einfach liebe.

Meistens mache ich zusätzlich freiwillig Überstunden, auch mal bis 22.00 Uhr nachts. Wenig Schlaf und Verzweiflung, wenn man sich vernäht, stehen an der Tagesordnung, doch am Ende lohnt sich alles, wenn man seine eigene kleine Kollektion hergestellt hat.

Ich bin momentan im dritten Semester und arbeite auch gerade an meiner Semesterarbeit, welche aus der Herstellung eines Kostüms für die Opern-Vorstellung “Julius Cäsar” (erste Vorstellung ist am 16. Dezember 2012) besteht. Noch verrate ich nicht, was für eine Figur ich einkleiden darf, aber hier habt ihr einige kleine private Einblicke hinter die Kulissen einer Modestudentin.

Wenn ihr weiterhin verfolgen möchtet, was ich alles so erlebe, dann könnt ihr gerne auf meinem Blog “I heart Alice” nachschauen. Auch auf Instagram bin ich sehr aktiv und lade ab und zu kleine Einblicke in meinen Arbeiten hoch. In meinem Portfolio findet ihr außerdem alle meine bisherigen Arbeiten.

Ich hoffe euch hat der kleine Einblick hinter den Kulissen meines Studiums gefallen!

Eigens drapiertes Kleid aus einem Stück Stoff

Arbeit an der Nähmaschine – ab und zu bis zu 10 Stunden am Stück!

Erstellung einer Idee mit einem Probestoff.

Zeichnen in der Glyptothek in München

Modelieren an der Schneiderpuppe.

Realisierung meiner Arbeit für die Oper – Dunkelrotes Leder!

Foto: I heart Alice

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