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Küss dich glücklich!

Wer hätte es nach Sex and the City und 50 Shades of Grey noch für möglich gehalten, dass uns ein einfacher Kuss so berührt und durch alle Medien geistert? Ok, fairerweise muss man dazu sagen, dass es im Sensations-Video „First Kiss“ für das Modelabel WrenStudio 20 Unbekannte waren, die sich zum ersten Mal vor der Kamera küssten. Mehr passierte aber auch nicht. Und doch ist, was dabei herauskam, so bezaubernd und intim, dass wir uns das Phänomen Kuss mal etwas näher angeschaut haben. Ready for this kissing story?

kuss

Manche romantisieren ihn, wie der französische Dramatiker Edmond de Rostand:

Ein Kuss, was ist er, wenn alles darüber gesagt wird? … ein rosig Pünktchen auf das ‘i’ in Liebe gesetzt. Ein Geheimnis ist’s, das dem Mund und nicht dem Ohr verraten wird.”

Andere wiederum betrachten ihn eher nüchtern als „anatomische Nebeneinanderstellung von zwei Ringmuskeln im Zustand der Kontraktion.”

(Edward Gibbon)

Nur egal ist er keinem: DER KUSS! Doch was steckt wirklich hinter den sagenumwobenen Lippenbekenntnissen?

Widmen wir uns zunächst dem rein körperlichen Aspekt: In unserem Mund und unseren Lippen sitzen einige der empfindlichsten Nervenzellen. Daher bringt uns ein leidenschaftlicher Kuss auch so aus der Fassung. Da steigt der Puls mal schnell auf 120 Schläge pro Minute, die Hormone explodieren gleich mit und pushen unseren Stoffwechsel und unsere Blutzirkulation. Zusätzlich bekommt das Immunsystem einen Frische-Kick durch die beim Küssen frei werdenden chemischen Botenstoffe Neuropeptide und den Bakterien-Austausch. Klingt vielleicht unromantisch, wirkt aber Wunder, denn ein Kuss mobilisiert wie eine Schluckimpfung die körpereigene Abwehr.

Wenn interessiert es da noch, dass moderne Verhaltensforscher das Küssen unromantisch als Weiterentwicklung des Fütterns von Schnabel zu Schnabel deklarieren. Schließlich füttert es uns mit Glücksgefühlen und Schmetterlingen! Außerdem leben Viel-Küsser laut Forschern der University of California bis zu fünf Jahre länger und sehen auch noch fabelhaft dabei aus. Denn die Mund-Akrobatik lässt in Gesicht und Hals über 30 Muskeln spielen. Die Haut wird dadurch stark durchblutet, strahlt und bekommt weniger Falten. Sogar Karies und Parodontose wird vorgebeugt.

Doch das ist noch nicht alles: Küssen macht neben rank auch noch schlank. Wer drei Minuten am Stück küsst, killt zwölf Kalorien und bei einem zehnminütigen Kuss-Marathon verbrennt ihr sogar so viel wie ein Jogger auf 100 Metern. Dabei werden noch zusätzlich die Schmerz-Hemmer Adrenalin und Dopamin ausgeschüttet und natürlich jede Menge Endorphine. Die sagen dem Stresshormon Kortisol den Kampf an. So ist ein Kuss bei Angst und Ärger der Helfer Nummer eins und macht uns glücklich, gesund und gertenschlank.

Eigentlich schon genug gute Gründe, um sofort loszuküssen, aber auch die Psyche knutscht mit.

So vermuten Experten, dass wir durch einen Kuss potentielle Partner testen. Denn möglicherweise enthält der Speichel des Geküsst-Küssenden Testosteron und Männer versuchen beim Küssen unbewusst der Frau Lust auf mehr zu machen. Im weiblichen Speichel sind dagegen verstärkt Oxytocine und Östrogene, die emotionale Reaktionen hervorrufen und somit mehr als nur das One-Kiss-One-Night-Wonder bewirken sollen.

Küssen ist also bei uns und bei den Jungs Mittel zum Zweck, aber mal wieder nicht zum selben. Männer sehen es eher als Vorspiel, während Frauen ihre Kusspartner auf ihre Beziehungsfähigkeit testen.

Kommen dann doch die Jungs an ihr Ziel, so legen wir größeren Wert darauf, dass auf dem Weg dahin, währenddessen und danach auch weitergeküsst wird. Schließlich empfinden viele von uns einen Kuss als ebenso intim wie Sex und küssen laut einer US-Dating-Website ca. 22 Frösche, bis sie einen Prinzen erwischen. Kein Wunder, dass wir gerne öfter, als die durchschnittlich-deutschen 3,2 Mal am Tag, „intim“ werden würden.

Also liebe BeeDees-Beauties: Nicht bis zum internationale Tag des Kusses am 6. Juli warten sondern gleich losküssen! Dank „First Kiss“ wissen wir jetzt schließlich, dass das auch mit dem süßen Unbekannten von nebenan hervorragend funktioniert.

Das Bild ist von flickr-User Alexander Baxevanis (CC BY 2.0) und wurde von der Autorin farblich verändert

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