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Schluss mit fasten, jetzt wird gefeiert

Aktionstage gibt es viele, aber heute ist einer, den es sich wirklich zu feiern lohnt: Der Internationale Anti-Diät-Tag! Also Mädels, schnell ab zum Bäcker, Croissant und Extra-Pain au Chocolat einkaufen und genüsslich lesen, wer die Idee zu diesem großartigen Tag hatte und warum wir ab sofort lieber feiern statt fasten!

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Bei der britischen Buchautorin und Feministin Mary Evans Young war, wie leider bei so vielen Frauen, die Waage gleichzeitig Stimmungs-Barometer. Aus dem Kalorienzählen wurde nach und nach eine Manie und es ging bald nicht mehr darum, ein paar Gramm zu verlieren, sondern so viel Gewicht wie möglich. So wurde für Mary das Essen zum Feind Nr. 1, doch nach hartem Kampf besiegte sie ihre Anorexie. Grund genug, 1992 den Anti-Diät-Tag ins Leben zu rufen – ein Plädoyer für die Akzeptanz des eigenen Körpers und gegen krankhaftes Kalorien-Zählen, Kohlenhydrat-Verzicht und Crash-Diäten! Wir finden’s fabelhaft – schließlich zelebrieren auch unsere Curvy Cups die weiblichen Kurven – und feiern deshalb den 22. Geburtstag des Anti-Diet-Days mit ganz viel Cupcakes und neun guten Gründen, warum das einzige, auf das wir verzichten sollten, Diäten sind!

1) Weil Jojo-Spielen kindisch ist

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Gerade jetzt, wo die Bikini-Saison näher rückt, versuchen Millionen Frauen mit einer Diät ihr vermeintliches Ideal-Gewicht zu erreichen. Doch meistens führen die Fastentage zu mehr Frust als Freude und das liegt vor allem am gefürchteten Jojo-Effekt. Den bestätigt auch eine Studie, laut derer fast die Hälfte aller deutschen Frauen schon mal eine Diät ausprobiert haben. Doch 50 Prozent wogen danach genauso viel wie vorher, 23 Prozent sogar mehr.

Kein Wunder, denn während einer Diät wird die Energiezufuhr drastisch reduziert. Der Körper versteht das als Warnsignal für einen Nahrungs-Notstand und schaltet den Stoffwechsel auf Sparflamme. Wird dann nach der Fastenzeit wieder normal gegessen, freut sich der Körper über die neue Essens-Fülle und holt sich dank träge gewordenem Stoffwechsel die verlorenen Pfunde blitzschnell zurück. Denn wer weiß, ob nicht morgen schon wieder gehungert wird und ein paar Fett-Reserven benötigt werden.

Deshalb stellen wir statt radikaler Hungerkuren lieber langfristig auf ein gesundes Essverhalten um: Mit etwas kleineren Portionen und mehr grün (Obst, Gemüse) statt rot (Fleisch) und Brot auf dem Teller.

2) Weil wir einmalig sind …

… und uns nicht in BMI-Formeln (Body-Maß-Index) und Schönheitsideale zwängen lassen. Die sind nämlich auch laut Experten teils völlig veraltet und zu generell, um individuelle Bedürfnisse und Körpermaße zu erfassen. Mathe ist und bleibt uns also zu Recht unsympathisch – vor allem, wenn es um die eigene Gewichts-Glücks-Gleichung geht (s. Punkt 3).

3) Weil Glücklichsein keine Frage des Gewichts ist

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Viele von uns denken, wenn die Wohlfühlkilos erst mal geschmolzen sind, wird sich das Leben zum Besseren wenden: Wir werden Mr. Big finden, von unseren Freunden mehr geschätzt und endlich die Traumkarriere starten. Aber für all diese Dinge benötigt es vielmehr ein gesundes Selbstbewusstsein und das kommt nicht dank Diät, sondern indem wir endlich Frieden mit uns und unserem Körper schließen! Die morgendliche Mäkelrunde vor dem Spiegel können wir uns also getrost sparen. Schließlich haben wir schon so viel erreicht, auf das wir stolz sein können und damit hat unser Bauchumfang reichlich wenig zu tun!

4) Weil wir lieber gesund statt gestresst sind

Hunger bedeutet für unseren Körper Stress und der tut uns nie gut, sondern macht langfristig krank. Außerdem bringen Magerkuren das System von Hunger und Sättigung durcheinander und sind der Einstieg in eine handfeste Essstörung. Stattdessen sollten wir viel öfter in uns hinein und auf die körpereigenen Signale hören – denn wenn die Lust auf den Schokoriegel mal wieder unbezwingbar wird, braucht unser Körper vielleicht gerade eine Ladung Zucker und schnelle Energie. Wer dann am nächsten Tag wieder zu süßen Alternativen wie Erdbeeren greift, kann das schlechte Gewissen aber getrost zusammen mit dem Snickers vernaschen!

5) Weil Übergangslösungen keine Lösungen sind

Ein Leben lang keine Kohlenhydrate und nur Ananas zu Mittag? Wer jetzt vor Langeweile gähnt, hat völlig Recht! Denn Diäten sind im besten Fall ein Einstieg in eine bewusstere, gesündere Ernährung, sollten aber nie länger als ein paar Wochen dauern. Alles andere hat nämlich nichts mehr mit Disziplin, sondern mit Dauerstress zu tun und macht statt schlank vor allem schlecht gelaunt.

6) Weil nicht nur wir unsere Kurven lieben29_IA_Candy_78_AU_WM_Tai_D_0571

Forscher am Georgia Gwinnett College und der University of Texas fanden heraus: Kurvige Frauen wie Christina Hendricks und Scarlett Johansson wirken auf Männer so berauschend wie Alkohol und Drogen. Denn ein curvy Po und ein üppiges Dekolleté stimulieren genau wie diese Rauschmittel direkt das männliche Belohnungszentrum im Gehirn – und das nur beim bloßen Hinschauen! Die Vermutung der amerikanischen Forscher: Üppigere Rundungen signalisieren unbewusst eine größere Gesundheit und Fruchtbarkeit. Also kein Diät-Tag mehr vor dem ersten Date, Mädels, sondern lieber ein entspanntes Dinner mit der besten Freundin!

7) Weil wir uns auch sonst nichts sagen lassen

Die Medien gaukeln uns ein Schönheitsideal vor, das größtenteils am Computer entsteht, zumeist nicht mal von Models erfüllt wird und wir sollen uns danach richten? Nein danke! Intelligente Frauen setzen sich da lieber realistische und ganz persönliche Ziele, die wirklich glücklich machen und sie verdammt gut aussehen lassen. Denn nicht Selbstverleugnung, sondern Selbstverwirklichung ist sexy!

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8) Weil wir viel zu gerne shoppen …

… und unseren Kleiderschrank endlich von Sachen befreien sollten, die wir uns zusammen mit der Anmeldung im Fitnessstudio und dem absurden Versprechen: „Da pass ich bald rein“ zwei Nummern zu klein gekauft haben. Schließlich brauchen wir den Platz für neue, super süße Sommer-Styles, die uns wirklich stehen und schwitzen lieber beim Power-Shopping als beim Power-Plate.

9) Weil das Leben zu kurz für Diäten ist …

… und wir dann am besten aussehen, wenn wir uns mal keinen Kopf machen, sondern einfach nur genießen. Dazu gehört auch gutes Essen und sich den Spaß daran durch ständige Fastenkuren zu verderben, ist ein No-Go! Von nun an sind wir also statt Hunger- lieber Lebens-Künstler und verwöhnen unseren Körper mit abwechslungsreicher Ernährung. Denn wer sich nichts verbietet, sagt Heißhunger-Attacken und Jojo-Effekt auf Nimmerwiedersehen, hält ganz stressfrei sein Gewicht und lässt mit größter Wahrscheinlichkeit noch ein paar Pfunde purzeln.

Wer langfristig und bewusst abnehmen möchte, achtet zusätzlich darauf, mehr Kalorien zu verbrennen, als zu sich zu nehmen. Das funktioniert natürlich am Besten mit viel Bewegung und Sport – aber bitte habt Spaß dabei und lasst euch Zeit bei der Suche nach der richtigen Sportart, damit der innere Schweinehund erst gar keine Chance hat! Genau das ist nämlich schon im ursprünglichen, griechischen Sinne des Wortes „Diät“ als „richtige Lebensführung“ – und was für jede von uns das Richtige ist, wissen wir selbst und unser Körper am Besten!

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Das Titelbild ist von flickr-User apablachini (CC BY-SA 2.0) und wurde von der Autorin zugeschnitten und farblich verändert

Das Candy-Bild ist von deviantart-User BlackJack0919 (CC BY-ND 3.0)

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